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Synthetische Drogen: Amphetamine, Ecstasy und LSD
In Finnland und Schweden sind Amphetamine die am zweithäufigsten sichergestellte Droge.
Der überwiegende Anteil der Sicherstellungen von Amphetaminen, Ecstasy und LSD innerhalb
der EU entfällt auf das Vereinigte Königreich.
Synthetische Drogen werden in erheblichem Umfang in den Niederlanden hergestellt, aber
auch andere Mitgliedstaaten (wie Belgien und das Vereinigte Königreich) sowie
osteuropäische Länder (Estland, Polen, die Tschechische Republik) berichten über lokale
Produktionsstätten.
Den Berichten zufolge werden Amphetamine zu einem Preis von 5 bis 60 EUR pro Gramm
verkauft, während der Preis für Ecstasy zwischen 5 und 25 EUR pro Pille schwankt.
Synthetische Drogen sind in Belgien und im Vereinigten Königreich billiger. Die Reinheit
von Amphetaminen ist sehr unterschiedlich und reicht von 3 % in Irland bis zu 55 % in
Finnland, beträgt in der EU im Durchschnitt jedoch 10 bis 20 %. Als Ecstasy verkaufte
Pillen enthalten in 15 bis 90 % der Fälle Ecstasy oder Ecstasy-ähnliche Substanzen
(MDMA, MDEA, MDA). Amphetamine (oder Methamphetamine) kommen neben verschiedenen anderen
psychoaktiven Substanzen in 6 bis 22 % der Pillen vor.
Tendenzen
Die Sicherstellungen von Amphetaminen haben seit 1985 sowohl mengen- als auch
zahlenmäßig zugenommen. In Finnland und Schweden ist die Zahl der Sicherstellungen von
Amphetaminen im Jahr 1999 weiter gestiegen, während sie in anderen Ländern stabil
geblieben oder sogar gesunken ist. In den meisten Mitgliedstaaten erreichten die
sichergestellten Mengen im Zeitraum von 1997 bis 1998 einen Höchststand.
Die Sicherstellungen von Ecstasy stiegen bis 1996, stabilisierten sich dann und nahmen
1999 erneut in allen Ländern außer Belgien und Luxemburg zu. Die Mengen an
sichergestelltem Ecstasy folgten der gleichen steigenden Tendenz seit 1985, blieben von
1993 an stabil, erreichten 1996 einen Höchststand und gingen 1997 erneut zurück.
Seitdem sind sie in allen Mitgliedstaaten außer Irland und Österreich gestiegen. Die
höchsten Anstiege wurden aus Deutschland, Finnland, Griechenland, Portugal, Schweden und
dem Vereinigten Königreich gemeldet.
Sicherstellungen von LSD kommen weniger häufig vor und sind sowohl mengen- als auch
zahlenmäßig bis 1993 gestiegen und in den Jahren danach wieder zurückgegangen. 1999 sind
die Mengen in allen Ländern außer Griechenland, Österreich, Portugal und dem Vereinigten
Königreich weiter zurückgegangen.
Nach einem erheblichen Preisrückgang in den 90er Jahren sind die Preise für Amphetamine
und Ecstasy in der EU seither stabil geblieben. 1999 meldeten Portugal für Ecstasy und
Schweden für Amphetamine allerdings einen weiteren Preisrückgang, während sich in
Griechenland der Preis für Ecstasy-Pillen verdoppelt hat. In den letzten Jahren ist der
Anteil von Pillen, die Ecstasy oder Ecstasy-ähnliche Substanzen enthalten, in vielen
Ländern gestiegen, während der Anteil von Pillen mit Amphetaminen (und Methamphetaminen)
gesunken ist.
Cannabis
In allen EU-Ländern mit Ausnahme von Portugal, wo vornehmlich Heroin sichergestellt
wurde, ist Cannabis die am häufigsten beschlagnahmte Droge. Seit 1996 werden in Spanien
die größten Mengen von Cannabis sichergestellt. Das Vereinigte Königreich meldet zwar
eine höhere Zahl von Sicherstellungen, doch dabei handelt es sich im Durchschnitt um
geringere Mengen.
Cannabisharz stammt hauptsächlich aus Marokko und gelangt über
Spanien und die Niederlande auf den europäischen Markt. Cannabis wächst in Afghanistan,
Pakistan und Libanon sowie in früheren Kolonien. Die meisten Mitgliedstaaten berichten
über einen lokalen Anbau, hier ist insbesondere der Anbau von 'nederwiet' (19) in den Niederlanden zu erwähnen.
Im Jahr 1999 schwankte der Einzelhandelspreis von Cannabis zwischen
3 und 18 EUR pro Gramm Cannabisharz und zwischen 3 und 12 EUR pro Gramm.
Der Anteil der psychoaktiven Substanz im Cannabisharz
- Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) - reicht im Durch-schnitt
von 3 bis 15 %, obwohl in der EU auch Proben mit einem THC-Anteil von 0 bis 70 %
gemeldet wurden. Der THC-Anteil ist in Cannabis-Blättern mit 2 bis 7 % gewöhnlich
niedriger, wobei die Cannabis-Varietät 'nederwiet' mit einem THC-Gehalt von
durchschnittlich 8,6 % eine Ausnahme darstellt.
Tendenzen
Die Zahl der Sicherstellungen von Cannabis ist in der EU sit 1985 kontinuierlich
gestiegen. 1999 ist die Zahl in
allen Ländern weiter gestiegen, außer in Belgien, Dänemark und im Vereinigten
Königreich, die eine
rückläufige Tendenz verzeichnen. Die Mengen sind ebenfalls gestiegen, im Zeitraum von
1995 bis 1997
jedoch stabil geblieben. Seitdem berichten die meisten Länder über eine steigende
Tendenz, obgleich Belgien,
Griechenland, Österreich und das Vereinigte Königreich im Jahr 1999 einen erheblichen
Rückgang verzeichneten.
Der Preis von Cannabis ist in der EU allgemein stabil, nur Portugal verzeichnet seit
1997 einen Preisrückgang.
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